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Anarchokommunistischer Aufruf gegen den NATO-Gipfel |
Im
Kontext der globalen Wirtschaftskrise und dem Schwinden der
natürlichen und Energieressourcen werden die Beziehungen
zwischen den Grossmächten hinsichtlich der Kontrolle
über den Planeten angespannter. Um ihre aggressive und
imperialistische Politik (Afghanistan, Irak, Georgien, Ukraine
usw.) durchzusetzen, verstärken die westlichen Länder
die NATO in ihrer Rolle als Herrschaftsinstrument. Als Verteidigerin
der Freiheit, des Friedens und der Demokratie posierend, wird
die NATO mit dem jährlich stattfindenden Gipfel am 3.
und 4. April an der Deutsch-Französischen Grenze (Strassburg
und Baden-Baden) ihren 60. Geburtstag begehen.
1949
als Bündnis von Nordamerikanischen und Westeuropäischen
Staaten gegen die Sowjetunion gegründet, musste sich
die North Atlantic Treaty Organization (NATO) 1989 nach der
Auflösung des Ostblockes neu legitimieren. Nach Nicolas
Sarkozy und Angela Merkel müsse sie sich neu “über
die rein militärischen Fragen hinaus mit Belangen wie
der internationalen Finanzsituation, der Energieversorgung
und der globalen Migration” beschäftigen 1.
So wurde die NATO zu einem Instrument der globalen Herrschaft
des westlichen Kapitalismus.
Während
ihre Truppen den Imperialismus in Afghanistan verkörpern
(analog zur Nordamerikanischen Koalition im Irak), erfährt
die Bevölkerung die doppelte Unterdrückung durch
die ausländischen Streitkräfte und durch die Marionettenregierungen,
welche die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen durch
die westlichen Multis garantieren. Die Ziele der NATO sind
den Interessen der Unterdrückten und ihrer demokratischen
Rechte entgegengesetzt. In besagten unterworfenen Ländern
verhindert die NATO jede Möglichkeit zur Selbstorganisierung
und zur demokratischen Kontrolle über die Ressourcen.
Wir
lehnen die Herrschaft der internationalen Institutionen wie
der NATO, der UNO, des Internationale Währungsfonds,
der G8 oder der Welthandelsorganisation ab, die dem Kapitalismus
als Instrumente zur verstärkten Ausbeutung der ArbeiterInnen
und der Bevölkerung dienen.
Wir
laden dazu ein, auf der ganzen Welt gegen die NATO zu protestieren
oder sich im und am selbstverwalteten Dorf gegen den Gipfel
zwischen dem 1. und 5. April zu beteiligen. Es ist notwendig,
sich gegen die kriegerische Politik mit Kundgebungen, Aktionen,
Treffen und Debatten zur Wehr zu setzen.
Gegen
den Kapitalismus, Kolonialismus und Autoritarismus! |
Rückzug
der NATO-Truppen aus jedem Land! |
Solidarität
mit den Unterdrückten! |
Bewegungsfreiheit
für alle! |
Federazione
dei Comunisti Anarchici (Italien)
Zabalaza
Anarchist Communist Front (Südafrika)
Alternative
Libertaire (Frankreich)
Union
Communiste Libertaire (Kanada)
North
Eastern Federation of Anarchist-Communists (USA)
Common
Cause (Kanada)
Anarchistische
Gruppe “Solidarität von Unten”
(Deutschland)
Colectivo
Luta Social (Portugal)
1.
Erklärung von Nicolas Sarkozy und Angela Merkel, 4. Februar
2009.
